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Sudan – Khartum – „Omdurman-Markt”

Am Samstag, dem 01. Dezember 2018 brach auf dem Omdurman-Markt in Sudans Hauptstadt Khartum gegen 01:30 Uhr ein riesiges Feuer aus. Es brannten über 300 Geschäfte sowie deren kompletter Waren- und Güterbestand an Parfüm, Textilien und Kosmetika vollständig nieder; hinzukommen Unmengen an Bargeld. Obwohl es noch keine offiziellen Statistiken gibt, schätzen die sudanesischen Medien die Verluste auf rund 850 Milliarden sudanesische Pfund und über vier Millionen US-Dollar in Form von Banknoten. Das Feuer konnte seitens der zuständigen Feuerwehr erst am frühen Morgen unter Kontrolle gebracht werden.

Premierminister Motazz Moussa schrieb am Montag auf Twitter: „Präsident Omar al-Bashir hat die erforderlichen Richtlinien bezüglich der durch das Omdurman-Feuer verdorbenen Banknoten erlassen, die Verluste in Milliardenhöhe in Form von Bargeld sowie Rohstoffen hinterließen. Zudem ordnete er an, die verbrannten Banknoten, die auf den Fotos zu sehen sind, zu ersetzen.“ Allerdings rechnen die wenigsten der Betroffenen mit einer Entschädigung.

Die Gründe des Feuers sind bis dato nicht bekannt, es wird von einem elektrischen Kurzschluss ausgegangen. Drei Tage zuvor forderte der Gouverneur der sudanesischen Zentralbank die Händler des Marktes dazu auf, deren gehortetes Bargeld auf Bankkonten zu deponieren, was dem Ganzen einen bitteren Beigeschmack verleiht. Um die wahren Gründe des Feuers aufzudecken und die Verluste berechnen zu können, forderte der große Dissident Sadiq al-Mahdi die Verantwortlichen am Montag in einem veröffentlichten Brief zu einer Untersuchung auf.