Inside Out – Photography
 
Photo Essays

Moçambique – Beira Grande Hotel

Beira ist die viertgrößte Stadt Moçambiques. Die wichtigste Institution in Beira ist der Hafen, der am Indischen Ozean liegt, dadurch eine zentrale Bedeutung für die Region hat und den Binnenstaaten Zimbabwe, Sambia und Malawi als das Tor zur Welt dient. Neben denen von Maputo und Nacala ist er einer der drei großen Seehäfen des Landes für die internationale Schifffahrt.

Die Emissionen der Industriestaaten und der Klimawandel lassen den Wasserspiegel stetig steigen bis zu einem Meter in einem Jahrhundert wobei ganze Stadtviertel peu á peu unter Wasser gesetzt werden.

Der Traum vom Tourismus wurde auch hier ausgeträumt. In der Nähe eines regelmäßig überfluteten Stadtteils steht das berühmte Grande Hotel. Das Bauwerk ist aus mehreren Blöcken zusammengesetzt und ungefähr 12.000 Quadratmeter groß. Es verfügte damals über 110 exklusive Suiten mit Blick auf den Ozean, einen Ballsaal, einen Swimmingpool mit olympischen Ausmaßen und drei Hubschrauberlandeplätze. Doch was damals als eine der prunkvollsten Herbergen Afrikas galt, ist seit über dreißig Jahren eines der größten besetzten Häuser der Welt: anstelle von Urlaubern aus Europa wohnen dort heute ca. 5.000 Flüchtlinge des Bürgerkriegs und Obdachlose.